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Streuobst


Äpfel, Himmel

Streuobst ist Obst von großwüchsigen Bäumen aus extensivem Anbau mit weiten Pflanzabständen. Streuobstflächen sind vom Menschen angelegte und erhaltene Kulturbiotope. Dazu zählen einzelne Obstbäume, Obstbaumgruppen und Baumreihen entlang von Grenzrainen, Wegen und Straßen genauso wie Streuobstwiesen.

Welche Obstarten werden angebaut?

In Streuobstbeständen werden unterschiedliche, oft auch lokale Sorten angebaut. Die Kulturobstarten werden auf sog. „Sämlingsunterlagen“ veredelt. Hochstämme, wie sie im Streuobstbau üblich sind, stehen auf stark wachsenden Unterlagen. Neben alten und regionalen Sorten können das auch Neuzüchtungen sein. Wobei alte Sorten für Allergiker  oft besser verträglich sind. Sie enthalten größere Mengen an natürlichen Polyphenolen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Diese sind u. a. für Farbe und Geschmack des Obstes verantwortlich. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen.


Kulturobst …

Apfel, Birne, Süßkirsche, Zwetschge, Quitte vereinzelt gepflanzt werden Sauerkirsche, Pfirsich, Aprikose, Esskastanie, Mispel oder Maulbeere

Neben den Kultursorten werden auch verwilderte Sämlinge von Edelsorten und Wildarten in Streuobstbeständen oder an deren Rand gepflanzt. Ihre essbaren Früchte werden – je nach Region - wie die der Kulturobstarten genutzt.

Wildrobst …

Holunder, Walnuss, Hasel, Wildbirne, Schlehe, Kornelkirsche, Mehlbeeren wie Speierling. Elsbeere und Eberesche, Wildkirsche/Vogelkirsche, Wildapfel/Holz-Apfel

Birne
Schlehe
Apfel

Was ist der Unterschied zwischen Tafelobst und Wirtschaftsobst?

Tafelobst hat eine hohe Qualität und ist ohne weitere Zubereitung zum sofortigen Verzehr geeignet.

Wirtschaftsobst, darunter auch das Fallobst, entfaltet Geschmack erst bei der Weiterverarbeitung zu Saft, Most, Brand, Dörrobst o. ä.